Die Klasse erhält einen neutralen Bericht und gestaltet mehrere Überschriften: sachlich, dramatisch, hoffnungsvoll, alarmierend. Anschließend wird verglichen, welche Erwartungen entstehen, bevor überhaupt Details gelesen werden. Die Übung verdeutlicht, dass schon kleine sprachliche Wendungen emotionales Gewicht verschieben und Interpretationen vorstrukturieren.
Zwei Fotos zeigen dasselbe Ereignis aus unterschiedlichen Winkeln. Lernende beschreiben, wie Ausschnitt, Licht und Entfernung eine Stimmung konstruieren. Dann analysieren sie, welche Bildwahl eine Redaktion treffen könnte und warum. Ergebnis: Bildauswahl ist nie völlig neutral und verdient dieselbe Aufmerksamkeit wie der Text.
Eine Tabelle sammelt Sätze, die dieselbe Information positiv, neutral oder negativ rahmen. Gruppen ordnen Beispiele ein, begründen Entscheidungen und entwerfen alternative Formulierungen. So trainieren sie, zwischen Fakt und Deutung zu unterscheiden und mit sprachlicher Präzision Missverständnisse sowie voreilige Urteile zu reduzieren.
Lernende vergleichen zwei Balkendiagramme mit identischen Daten, jedoch unterschiedlicher y-Achsen-Skalierung. Sie beschreiben, wie die visuelle Wirkung sich drastisch ändert, obwohl die Zahlen gleich bleiben. Danach erstellen sie eine faire Darstellung und formulieren Regeln, wann gekürzte Achsen verständlich oder irreführend sind.
Lernende vergleichen zwei Balkendiagramme mit identischen Daten, jedoch unterschiedlicher y-Achsen-Skalierung. Sie beschreiben, wie die visuelle Wirkung sich drastisch ändert, obwohl die Zahlen gleich bleiben. Danach erstellen sie eine faire Darstellung und formulieren Regeln, wann gekürzte Achsen verständlich oder irreführend sind.
Lernende vergleichen zwei Balkendiagramme mit identischen Daten, jedoch unterschiedlicher y-Achsen-Skalierung. Sie beschreiben, wie die visuelle Wirkung sich drastisch ändert, obwohl die Zahlen gleich bleiben. Danach erstellen sie eine faire Darstellung und formulieren Regeln, wann gekürzte Achsen verständlich oder irreführend sind.
Vor Entscheidungen nutzt die Klasse kurze Checklisten: Welche Kriterien sind relevant, welche nur bequem? Sind Gegenbeispiele geprüft? Wurde eine zweite Quelle konsultiert? Die Routine verlangsamt vorschnelle Schlüsse, ohne Kreativität zu hemmen, und macht Urteile für alle nachvollziehbar sowie nachträglich überprüfbar.
Beiträge werden zunächst anonym besprochen. Lernende berichten oft, dass sie überraschend neue Stärken entdecken, wenn Namen fehlen. Danach reflektieren sie, wo Bekanntheit, Sympathie oder Erwartung frühere Bewertungen gelenkt haben, und vereinbaren Anlässe, in denen Anonymisierung besonders hilfreich ist.